Autorin, Fotokünstlerin
Anna Würth

Anna Würth ist Autorin und Fotokünstlerin in Hamburg. Nach Studium und Diplom fuhr sie zur See, arbeitete 13 Jahre als Journalistin bei der Deutschen Presse-Agentur dpa, bei Merian und als Redakteurin bei GeoSaison, danach als freie Journalistin. Studienreisen auf allen Kontinenten, auch zu indigenen Völkern.
Seit 45 Jahren ist sie aktiv bei Amnesty International.

Ihre Lyrik und Kurzprosa erschien in 74 Anthologien und in ihrem Lyrik-Fotoband "Aphrodite.Lovestoned" im Wachholtz Verlag, 2011. Ein Gedicht-Zyklus ist ins Englische übersetzt. Literaturförderpreis der Gedok 2001. Regelmäßig Autoren-lesungen im In- und Ausland. Mitarbeit in interdisziplinären Künstlerverbänden.

Parallel zu ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Anna Würth seit 2007 als Fotokünstlerin. Sie beteiligte sich an über 34 jurierten Ausstellungen – zuletzt im Rahmen der 6. Triennale der Photographie Hamburg – und an 16 Gemeinschafts-katalogen. Sechs Einzelausstellungen, u.a. „Aphrodite.Lovestoned“.

Titel Foto-Lyrik-Buch Aphrodite.Lovestoned Anna_Würth
Foto-Lyrik-Buch
Anna Würth
Aphrodite.Lovestoned

Gebunden, 88 Seiten, Hardcover, 26 ganzseitige Farbfotografien, 40 Gedichte, Einführung in deutsch, englisch, griechisch. ISBN 978-3-529-02863-2 Buchvorstellung Thomas Sello im Altonaer Theater Foyer November 2011

Anna Würth stellt ihren abstrakten Stein-Portraits ihre sinnlichen Liebesgedichte gegenüber. Fotografien und Gedichte ergänzen einander als eigenständige Kunstwerke.

„Liebesgedichte von Anna Würth, daß die heiß und wild sind, ist schön aber nicht verwunderlich. Daß auch die fotografierten Steine auf Zypern eine so ungeheure Sinnlichkeit ausstrahlen, schon eher. Das alles zusammen ruft die schönsten Erinnerungen wach. Erinnerungen an den Beginn der Leidenschaft, bevor sie kippt. Also ein Hoch auf den Anfang jeder Liebe.“

Peggy Parnass

Aphrodites Lied, Fotocollage, Buchrückseite

Aphrodites Lied, Fotocollage, Buchrückseite

Eine Auswahl der Gedichte aus „Aphrodite.Lovestoned“ zum Anhören

Eine Auswahl der Bilder aus dem Buch und der Fotoausstellung „Aphrodite.Lovestoned“
Here is a selection of the pictures from the book and the photo exhibition „Aphrodite.Lovestoned“

Das Foto-Lyrik-Buch „Aphrodite.Lovestoned“ ist an folgenden Orten vorrätig:

Kunstbuchhandlung Sautter + Lackmann
Admiralitätstraße 71, Hamburg, Tel 040-37 31 96
und auch online www.sautter-lackmann.de

Kunstforum der Gedok Hamburg, Koppel 66 / Lange Reihe 75
Photo.Kunst.Raum Hamburg-Altona, Friedensallee 26

Next events
Nächste Veranstaltungen von / mit Anna Würth

Gruppenausstellung
zur Kunstauktion Blankeneser Kirche

zugunsten von Flüchtlingen

Eröffnung der Versteigerungsausstellung
Mittwoch,  9. September 2015, 19.30 Uhr
nach der Abendandacht
Blankeneser Kirche am Markt

Besichtigung  9. - 13. September
auch während der Nacht der Kirchen
Samstag,  12. September

rubai aus Aphrodite.Lovestoned ist Teil der Auktion

aus Aphrodite.Lovestoned

Ausstellungen/Beteiligungen – Auswahl:
2015Galerie der GedokThe Game goes on, 6. Triennale der Photographie Hamburg
Museum für Naturkunde ChemnitzGlanzlichter
Photo.Kunst.Raum HamburgPhoto.Buch.Geschichten
Naturkundemuseum im Marstall PaderbornGlanzlichter
2014Institut Muth Hamburg, EinzelausstellungSophia.Sirenen
Internationale Fürstenfelder NaturfototageGlanzlichter
Fotokabinett im Kunstforum der GedokHesperia
Naturkundemuseum BambergGlanzlichter
Photo.Kunst.Raum HamburgEphemere Bauwerke
2013Goethe-Institut Zypern, Nikosia, EinzelausstellungAphrodite.Lovestoned
Chiaki Kamikawa Contemporary Art Gallery, Paphos, Zypern, EinzelausstellungAphrodite.Lovestoned
Verkehrsmuseum DresdenBoing!
Friedenskirche Altona, EinzelausstellungSophia.Ruach.Sirenen
Fotokabinett im Kunstforum der Gedoklike baitylos
Photo.Kunst.Raum HamburgPhotographic Postcards: abgefahren
Chiaki Kamikawa Contemporary Art Gallery, PaphosA Letter to Cyprus
2012Kunstverein Heide, EinzelausstellungAphrodite.Lovestoned
Galerie der GedokAlice
Photo.Kunst.Raum HamburgPhotographic Postcards: Kosmos
Fotokabinett im Kunstforum der GedokSteine der Aphrodite
2011Altonaer Theater Foyer, BuchpremiereAphrodite.Lovestoned
Galerie der Gedok5. Triennale der Photographie Hamburg
Photo.Kunst.Raum HamburgMailArt: Retrospektive
Fotokabinett im Kunstforum der GedokBleibendes Licht
Photo.Kunst.Raum HamburgHommage an Menschen
2010Photoplatz Hotel Bogota BerlinBildgesang
Galerie der GedokMusik sehen
Photo.Kunst.Raum HamburgPhotographic Postcards: Musik
2009Galerie im Levantehaus HamburgPrag trifft Hamburg
Stadtmuseum WedelKalter Hund an Rucola
Galerie der GedokDaphne – Mythos und Metamorphose
Photo.Kunst.Raum HamburgPhotographic Postcards: Mahlzeit
2008Monsun Theater Foyer Hamburg, EinzelausstellungInkognito
Galerie der GedokDas Wetter
Galerie Kunst-Nah HamburgLoveLifeLandscape
Galerie der GedokZ.B. Essen
Photo.Kunst.Raum HamburgMailArt: Kleidung
Galerie der Gedok4. Triennale der Photographie Hamburg
2007Galerie Kubus HannoverScharf - 80 Jahre Gedok
2006Deutscher Gewerkschaftsbund HamburgMenschliches
2005Die Drostei PinnebergLieber reich und gesund als arm und krank

Lyrik zwischen Kargheit und reicher Bildlichkeit

Reisen und Schreiben – auch diese Konstellation kennzeichnet die literarischen Arbeiten von Anna Würth, allerdings in ganz spezifischer Weise. So sind ihre ausgedehnten Reisen, vor allem ihre längeren Aufenthalte und intensiven Begegnungen in und mit fremden Kulturen für sie nicht einfach Material. Vielmehr gehen diese – die Reisende selbst bewegenden und verändernden Erfahrungen – auf vielfach gebrochene Weise in ihr literarisches Schreiben ein, manchmal erst Jahre später.

Lichterschwarm

Es bedarf einer Distanznahme, einer Spannung zwischen der Artikulation von Tönen, Rhythmen, Lauten einerseits und der reflektierten Auseinandersetzung mit Traditionen, symbolischen Formen und kulturellen Strukturen andererseits, ganz besonders im Genre der Lyrik.

Die Gedichte von Anna Würth ,leben', gewinnen eine Spannung aus dem Kontrast zwischen ihrer reichen Bildlichkeit voller Farben und klangvoller Namen und andererseits ihrer Kargheit: in einigen Gedichten ist das lyrische Ich ganz herausgekürzt, die Sätze sind elliptisch verknappt – eine Kargheit, die den Blick auf das Kleinste fokussiert.

Symbiose 6

Dabei geht es immer wieder um den eigenen Weg, um die Beweglichkeit des Ich, um literarische Entwürfe von Freiheit. Die aber werden nicht in einen luftleeren Raum hineinprojiziert, sondern beziehen sich explizit auf literarische und mythische Traditionen, von denen die Autorin sich dann freischreibt. Traditionen werden also aufgerufen und verschoben.

Die Dimension des Schauens, der Wahrnehmung bestimmen ihre Texte „Die Haut der Steine“. Neben das Optische aber treten die anderen Sinne, tritt vor allem die Berührung. Dieses Sich-Berühren-Lassen im mehrfachen Wortsinne macht die Qualität der Lyrik von Anna Würth aus.

Professor Dr. Ulrike Vedder
Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität zu Berlin
Auszüge aus der Laudatio zum Gedok-Literaturförderpreis 2001